Intensive Sprachförderung in der Grundschule
Im Schuljahr 2011/12 hat die Klasse 1c eine besondere Rolle an der Sperberschule: sie ist eine der Deutschförderklassen. Darum hat die Klasse auch zwei Lehrerinnen, die Klassenlehrerin Christine Koller und die Lehrerin der Deutschfördergruppe Christiane Pfeifer.

Dieses Modell, das seit mehreren Jahren in Bayern angeboten wird, hat zum Ziel, Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache und geringen Sprachkenntnissen frühzeitig und besonders intensiv im Deutschunterricht zu fördern, um die schulischen Erfolgschancen der Schüler zu verbessern und eine möglichst reibungslose Integration in Schule, Ausbildungsmarkt und Gesellschaft zu ermöglichen.
Dazu wird die Deutschfördergruppe der 1c, die aus 9 Kindern besteht, für 9 Stunden in der Woche aus dem Grundlegenden Unterricht der Klasse genommen und erhält separaten Unterricht vor allem im Fach Deutsch nach den Prinzipien des Zweitspracherwerbs. Dabei wird besonderer Wert auf Wortschatzerweiterung und Sicherheit im sprachlichen Ausdruck gelegt. Mit besonderen Methoden - viel konkretes Material und Bilder, langsames und deutliches Sprechen, vorgegebene Satzmuster, häufiges Wiederholen, offene Unterrichtsformen – soll die Sprachfertigkeit der Schüler verbessert werden.

Alle Schüler der Deutschförderklasse profitieren von der kleineren Gruppenstärke. Sie ermöglicht den Lehrkräften eine sehr gezielte Förderung und genaues Eingehen auf individuelle Stärken und Schwächen der Schüler. Zudem werden alle Kinder viel mehr zum Sprechen angeregt, als dies normalerweise der Fall wäre.

Der Unterricht verläuft in enger Kooperation der zwei Lehrkräfte. Unterrichtsinhalte, Wochenpläne und auch Materialien werden miteinander abgesprochen, so dass bei angemessenen Fortschritten der Wechsel eines Schülers aus der Deutschfördergruppe in die Regelklasse zu jedem Zeitpunkt während des Schuljahres möglich ist.
Den restlichen Unterricht erhält die Klasse gemeinsam. Die Klassengemeinschaft bleibt erhalten und wird gestärkt durch viele gemeinsame Aktionen. Zudem können mit zwei Lehrkräften viel mehr außerschulische Lernorte besucht werden, ohne dass zusätzliche organisatorische Hürden überwunden werden müssen.

All das erleichtert gerade den Kindern mit Sprachschwierigkeiten den Schuleinstieg, schafft mehr Erfolgserlebnisse und bereitet viel Freude am Lernen.
Christiane Pfeifer


